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Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Bonn
 

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Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin
Sigmund-Freud-Str. 25
53127 Bonn -
Tel. +49 (0)228 287 15183
Fax +49 (0)228 287 16615
 

Informationen für Patienten

  • Ablauf der nuklearmedizinischen Untersuchungen (virtueller Rundgang durch die Klinik)
  • Information zu Positron-Emissions-Tomographie
  • Patienteninformation zum stationären Aufenthalt

Patienteninformation zum stationären Aufenthalt

Zur Behandlung mit einem radioaktiven Medikament werden Sie stationär aufgenommen. Die Behandlung mit radioaktiven Stoffen ist bei Erkrankungen verschiedener Organe möglich. Auch wenn die Mehrzahl unserer Patienten an Schilddrüsenerkrankungen leidet, so sind die Krankheitsbilder vielfach ganz unterschiedlich. Die Behandlung verläuft dagegen in vielen Fällen ähnlich. Die Patienten erhalten am ersten Aufenthaltstag einmalig z. B. radioaktives Jod als Flüssigsubstanz oder in Form einer Kapsel. Der stationäre Aufenthalt wird von der Mehrzahl der Patienten als geruhsam und erholsam empfunden.

Aus Gründen des gesetzlich vorgeschriebenen Strahlenschutzes darf die Behandlung mit radioaktiven Medikamenten nur in speziell eingerichteten Räumen erfolgen, die als Kontrollbereich bezeichnet werden. In solch einem Kontrollbereich, zu dem auch die Therapiestation der Nuklearmedizinischen Klinik gehört, sind bestimmte Verhaltensmaßnahmen leider unumgänglich sind.

Nach Gabe des radioaktiven Medikamentes dürfen Sie entsprechend den Vorgaben der deutschen Strahlenschutzgesetzgebung die Station nicht mehr verlassen und keinen Besuch empfangen. Das aufgenommene Medikament bewirkt die zur Behandlung erwünschte radioaktive Strahlung, wobei es sich aber nicht vermeiden lässt, dass vom Körper ein Teil der Strahlung abgegeben wird, die in geringem Umfang auch Zimmerwände durchdringen kann. Die Strahlungsintensität nimmt im Laufe der Zeit schnell ab. Zum Schutz der Umwelt müssen Sie jedoch solange stationär aufgenommen bleiben, bis der gesetzlich vorgeschriebene Grenzwert erreicht wird. Der Entlassungszeitpunkt hängt im Wesentlichen vom Ergebnis der täglichen Messungen der Radioaktivität ab, die von Ihrem Körper ausgeht. Der gesetzlich vorgeschriebene Grenzwert muss dabei am Morgen des Entlassungstages unterschritten werden.

Wir sind auf Ihre Mithilfe und Mitarbeit angewiesen, die Umweltbelastung und die Strahlenbelastung des Personals durch folgende Maßnahmen möglichst gering zu halten:

  • halten Sie bitte gegenüber dem Personal immer einen Abstand von mindestens drei Metern ein, auch wenn Sie mit uns sprechen. Das Personal, das täglich die radioaktiv behandelten Kranken umsorgt und somit der Summe der Strahlungen aller Patienten ausgesetzt ist, soll sich deshalb auch nur möglichst kurzzeitig in den Patientenzimmern aufhalten,
  • halten Sie sich bitte nicht länger als unbedingt nötig auf dem Stationsflur auf,
  • hatten Sie bitte die Zimmertüren geschlossen.

Die radioaktiven Stoffe, die Sie zur Behandlung erhalten, werden über alle Körperflüssigkeiten ausgeschieden, gleichzeitig atmen Sie diese auch als radioaktive Aerosole aus. Die technischen und sanitären Anlagen der Therapiestation sind entsprechend ausgestattet, damit keine radioaktiven Substanzen in die Umwelt gelangen. Leisten Sie bitte einen eigenen Beitrag zum Umweltschutz, indem Sie zum Auffangen des radioaktiven Speichels während des Schlafens das bereitliegende Handtuch auf ihr Kopfkissen legen. Aus Umweltschutzgründen auch bitte nicht aus der Flasche trinken. Durch das Trinken großer Mengen Mineralwasser können Sie die Aufenthaltsdauer auf unserer Station nicht verkürzen.

Die Station verfügt über eine Klimaanlage mit einem zehnfachen Raumluftwechsel pro Stunde, um aus der Luft die von den Patienten ausgeatmeten gasförmigen radioaktiven Substanzen zu filtern. Deshalb sollten die Fenster nicht geöffnet werden und die Zimmertüren nicht nur wegen der von Ihnen direkt ausgehenden Strahlung geschlossen bleiben. Während der Sommermonate sollten Sie bei direkter Sonneneinstrahlung die Rollos herunterlassen, um eine Überlastung der Klimaanlage zu vermeiden.

Unsere Station ist an eine Abklinganlage angeschlossen, in der die radioaktiven Abwässer gesammelt werden, damit sie nicht in die Umwelt gelangen. Die gesammelten Abwässer werden erst nach Abklingen der Radioaktivität entsorgt. Da die Tanks dieser Abklinganlage nur eine begrenzte Kapazität besitzen, müssen wir Sie bitten, nicht unnötig Wasser zu verbrauchen bzw. nicht unnötig den Wasserhahn laufen zu lassen und auch die Dusche für nur sehr kurze Zeit zu benutzen.

Es ist wichtig, eine Verschleppung von radioaktivem Urin in andere Räume unbedingt zu vermeiden:

  • Bevor Sie zur Toilette gehen, bitte die Handschuhe und blauen Überschuhe schon im Patientenzimmer anziehen.
  • Wenn Sie auf der Toilette den Gebrauch des Toilettenpapiers beendet haben, ziehen Sie die Handschuhe direkt aus und werfen diese in den bereitstehenden Abfalleimer und nicht in die Toilette (Verstopfungsgefahr).
  • Wegen Verstopfungsgefahr der dünnen Rohre der Vakuumtoiletten die Spülung häufiger während des Toilettenganges und möglichst wenig Toilettenpapier benutzen. Bei erhöhtem Verbrauch von Toilettepapier wiederholt immer nur geringe Mengen in die Toilette werfen und zwischendurch spülen
  • Die Unterwäsche ziehen Sie anschließend ohne Handschuhe an.
  • Damenbinden und Abfall entsorgen Sie bitte nicht in die Toilette, sondern nur im bereitstehenden Hygieneeimer.
  • Die Herren müssen wir bitten, sich grundsätzlich immer auf die Toilette zu setzen, um ein Verspritzen des radioaktiven Urins zu verhindern.
  • Die Überschuhe ziehen Sie erst nach dem Verlassen des Toilettenbereichs auf dem Flur aus und werfen diese in die auf dem Flur bereit stehende schwarze Tonne.
  • Bei Störungen der Toilettenspülung informieren Sie bitte sofort das Pflegepersonal!
  • Die Schnur neben der Toilette und in der Dusche dient zum Rufen einer Schwester (Notruf).

Nach den deutschen Strahlenschutzgesetzen dürfen Sie während der Behandlung den Stationsbereich nicht verlassen. Sie können jedoch ab dem 2. bis 3. Tag nach Rücksprache mit dem Stationspersonal in Gruppen von zumindest drei Personen unseren Therapiegarten aufsuchen.

Die Benutzung des Telefons ist nur mit spezieller Chip Karte möglich, die Sie nur an Automaten an der Pforte der Orthopädischen, Chirurgischen oder HNO-Klinik erwerben können, bevor Sie therapiert werden. Ohne Chip Karte können Sie auch nicht angerufen werden. Am Entlassungstag melden Sie am Automaten die Chip Karte ab und erhalten Ihr Restguthaben zurück.

Mobil-Telefon (Handy)-Benutzung im Hause ist leider nicht erlaubt!

Im Interesse aller Patienten, der Umwelt sowie unserer Mitarbeiter sind Sie verpflichtet, die für den Strahlenschutz erforderlichen Vorschriften - wie beschrieben - einzuhalten.

Auf der Station betreuen Sie:
Sr. Evelyn Winterstein (Stationsleitung),
Sr. Christina, Sr. Elke, Sr. Elisabeth, Sr. Gabi, Sr. Karin, Sr. Mariamma, Sr. Saramma.

Die Visiten erfolgen im Wechsel von Herr Professor Dr. Biersack und dem Oberarzt, zusammen mit dem Stationsarzt.

 
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